Programm des Camps
(vorläufig)

ZeitWorkshopInfoOrtSpracheLevel
9.15-9.30 UhrMorgenplenum
9.30-12.30 UhrReflexionstreffenInfos folgen!DE/ENG
12.30-14.30 UhrPAUSE
14.30-16.15 UhrSoziale Unterdrückung 1: Marxismus und GeschlechtsbegriffDie verschiedenen Strömungen und Wellen der Frauenbewegung haben unterschiedliche Konzeptionen des Geschlechtsbegriffs, ihres Ein- und Ausschlusses hervorgebracht. Als revolutionäre Feminist:innen unterscheiden wir zwischen Sex, Gender und Geschlechtsidentitäten, doch was heißt das? Wer ist eine Frau oder ein Mann? Wie verhalten sich die Kategorien zueinander und welche Schwächen haben essentialistische oder radikal konstruktivistische Geschlechtsbegriffe? In diesem Workshop wollen wir uns der Frage systematisch widmen.Seminarraum ?DEAllgemein
Soziale Unterdrückung F1: Aufwertung der Unterwerfung: Die Frauenpolitik der RechtenIn der Jugend erleben wir eine regelrechte Polarisierung. Während in Deutschland die Linke die stärkste Kraft bei den Erstwählerinnen ist, ist es die AfD bei den Erstwählern. Doch lässt sich das darauf reduzieren? Schauen wir uns die rechten und rechtspopulistischen Parteien an, dann sehen wir Frauen in den ersten Reihen. Meloni in Italien, Alice Weidel in Deutschland, Marine Le Pen – Frauen sind in der Neuen Rechten oft sichtbar und prägend. Sie mobilisieren gezielt als Frauen, sprechen Themen an, die vermeintlich „Frauen betreffen“, und treten gleichzeitig für ein soziales und gesellschaftliches Rollback ein. Das wirft eine zentrale Frage auf: Warum unterstützen Frauen Bewegungen, die eigentlich ihre errungenen Rechte und Selbstbestimmung angreifen und einschränken wollen? Und mit welcher Perspektive machen Rechte Frauenpolitik?Seminarraum ?DEFortgeschritten
Antirassismus 1: Was ist Rassismus?Rassismus ist allgegenwärtig. Aus linker Perspektive ist das nicht sonderlich schwer zu erkennen. Deutlich schwerer fällt es vielen, wenn man erklären soll, was Rassismus konkret ist. Welche Formen von Rassismus gibt es und was unterscheidet sie? Wie entstand Rassismus historisch und welche Rolle spielte er in der Entwicklung des Kapitalismus? Welche Funktion hat Rassismus im Kapitalismus, wie bekämpfen wir ihn und welche Schlussfolgerungen ergeben sich für die Arbeiter:innenbewegung daraus? Dieser Workshop soll sich einsteiger:innenfreundlich mit diesen Fragen auseinandersetzen und grundlegende Fragen zu einem marxistischen Verständnis von Rassismus und Antirassismus klären.Seminarraum ?DEEinstieg
Antirassismus F1:
Rassismus, Kapitalismus und Imperialismus
Infos folgen!Seminarraum ?ENGFortgeschritten
16.45-18.30 UhrSoziale Unterdrückung 2: Sexuelle Unterdrückung von JugendlichenEin Zentraler Bestandteil des Lebens für Jugendliche im Kapitalismus ist die Jugendunterdrückung: Uns wird das Recht genommen, über diverse eigene Belange zu entscheiden, so auch darüber mit wem und wann wir Sex haben dürfen. Darüber entscheidet mithilfe verschiedener Gesetze der bürgerliche Staat. Wir wollen uns damit auseinandersetzen, welche Haltung Revolutionär:innen dazu einnehmen müssen. Klar ist: Auf den bürgerlichen Staat und sein Rechtssystem können wir uns nicht verlassen und er hat auch kein Recht, über uns und unsere Körper und Sexualität zu bestimmen. Wie jedoch bringt man dies in den Einklang mit dem Kampf gegen sexuelle Gewalt und altersbedingte Machtdynamiken, gegen welche bürgerliche Mindestalter für sexuelle Handlungen zumindest formal schützen sollen. Kämpfen wir für eine Abschaffung dieser Gesetze?Seminarraum ?DEAllgemein
Soziale Unterdrückung F2: Schweiz: Von Frauen- zum Carestreik!Mit den seit 2019 aufgeflammten Frauenstreiks in der Schweiz haben wir es mit den größten Mobilisierungen des Landes, aber auch mit den größten europäischen Mobilisierungen gegen die soziale Unterdrückung von Frauen zu tun. Am 14. Juni 2027 rufen verschiedene Kollektive und Gewerkschaften zum “Care-Streik” auf, welcher den Kampf von der Straße auch in die Betriebe bringen will. Doch wie kann die Bewegung von eintägigen Demonstrationen zu einem Stillstand in Produktion und Reproduktion führen? Welche Fragen wirft die Bewegung bezüglich Gleichstellung und Befreiung auf und wie werden diese beantwortet? Und für welches Programm treten wir ein?Seminarraum ?DEFortgeschritten
Antirassismus 2: Grenzregime, Militarisierung und rassistische AbschottungNoch nie waren so viele Menschen weltweit auf der Flucht, während sich die Zahl der befestigten Grenzanlagen seit 1990 verfünffacht hat und die Profite der globalen Rüstungsindustrie auf Rekorde klettert. Auch in der EU wird der Schengen-Raum eingeschränkt, wofür sich in den Hinterzimmern des EU-Parlaments Konservative und Rechte absprechen. Wie hängen Krieg und rassistische Grenzregime zusammen oder anders gesagt: Außen- und Innenpolitik im Herz der imperialistischen Bestie? Welche Perspektiven werden in der revolutionären Linken zur Frage von offenen Grenzen und Staatsbürger:innenrechten für alle eingenommen? Wie verhalten wir uns zur Waffenindustrie und Aufrüstung? Diese Fragen möchten wir in diesem Workshop diskutieren.Seminarraum ?DEAllgemein
Antirassismus F2:
Politische Ökonomie des Rassismus
Der bürgerliche Nationalstaat ist der ideelle Gesamtkapitalist der an seinen Staat gehefteten Bourgeoisie. Angetreten mit der Perspektive der Verallgemeinerung des Rechtes auf alle Bürger:innen, erfolgt ein Ausschluss aus diesem Recht formal Gleicher. Der moderne Rassismus dient somit als Werkzeug der Teilung, der imperialistischen Unterdrückung und Abwertung der Ware Arbeitskraft anhand rassistischer Spaltung. Auch wenn es keine wissenschaftliche, biologische Begründung von Rassentheorien gibt, so erfüllt er in der Klassengesellschaft eine für die Herrschenden bedeutsame soziale Funktion. In diesem Workshop möchten wir unsere Thesen zum Rassismus fußend auf einer politischen Ökonomie des Rassismus vorstellen.Seminarraum ?ENGFortgeschritten
18.30-19.30 UhrPAUSE
19.30-21.00 UhrSoziale Unterdrückung 3: Kampf gegen digitale sexuelle GewaltDer absolute Großteil von Deepfakes sind pornografisch. Das zeigt, dass jede Technologie auf die gesellschaftliche Wirklichkeit trifft, in der sie entsteht. Und in einer Gesellschaft durchzogen von patriarchalen Strukturen zeigt die digitale sexuelle Gewalt die Abgründe, den diese Welt erzeugt und tagtäglich reproduziert. Das sind keine Einzelfälle, das hat System. Zugleich zeigt sich, wie gering die Möglichkeiten dagegen vorzugehen hierzulande sind. Der Fall Colline Fernandes brachte an die Öffentlichkeit, was fast jede Frau erleiden muss. Doch, wie kann der Kampf gegen sexuelle Gewalt geführt werden? Welche Forderungen stellen wir an die Arbeiter:innenbewegung und den Staat?Seminarraum ?DE
Allgemein
Soziale Unterdrückung F3: Behinderung und AbleismusBehinderung wird im Kapitalismus als individuelles Problem behandelt: als körperliche, psychische oder kognitive Einschränkung einzelner Menschen. Doch in Wahrheit sind Behinderungen gesellschaftlich bestimmt, denn im Kapitalismus wird die Arbeitskraft zur Ware und wer nicht der durchschnittlichen Leistungsfähigkeit entspricht, wer mehr Pausen, Unterstützung oder Anpassungen braucht, wird in der Verwertungslogik ausgesondert: Miserable Löhne, Werkstätten, Förderschulen, Abhängigkeit von prekären Sozialleistungen und der ständige Druck, die eigene Nützlichkeit beweisen zu müssen. Ableismus ist also keine bloße Frage falscher Vorurteile, sondern eine materielle Spaltungslinie innerhalb der Arbeiter:innenklasse zur Disziplinierung eben dieser. Zugleich produziert der Kapitalismus selbst Behinderungen: durch gefährliche Arbeit, Stress, Armut, Hunger und ein unterfinanziertes Gesundheitswesen. In diesem Workshop wollen wir diskutieren: Was ist Behinderung aus marxistischer Sicht? Welche Rolle spielen Schule, Betrieb, Staat und Familie bei der Unterdrückung behinderter Menschen? Und wie verbinden wir den Kampf gegen Ableismus mit dem Kampf für eine sozialistische Gesellschaft?Seminarraum ?DEFortgeschritten
Antirassismus 3: Black Antifascism - Bill V. MullenDie Antifa wurde 2025 von Donald Trump zur Terrororganisation erklärt. Unser Genosse Bill V. Mullen, Mitglied unserer US-amerikanischen Sektion „Socialist Horizon“, stellt in diesem Workshop zentrale Ideen aus dem von ihm mitherausgegebenen Buch Black Antifascism vor. Ausgehend von Geschichte und Theorie schwarzen Antifaschismus diskutiert er dessen Aktualität und beleuchtet die Verbindungen zwischen Faschismus, Kolonialismus und kapitalistischer Herrschaft. Zugleich zeichnet er eine lange Tradition des Widerstands nach – von Abolitionismus und antikolonialen Kämpfen bis zu Black Lives Matter. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Denker:innen wie Angela Davis, George Jackson und Assata Shakur, die Antifaschismus als Teil eines umfassenden Kampfes gegen rassistische, militaristische und staatliche Unterdrückung verstanden haben. Angesichts des globalen Rechtsrucks und der Angriffe auf antifaschistische Bewegungen wollen wir gemeinsam diskutieren, welche politischen Antworten heute notwendig sind und welche Perspektiven ein internationalistischer Antifaschismus eröffnen kann.Seminarraum ?ENGAllgemein
Antirassismus F3:
Bürgerlicher oder revolutionärer Antirassismus
Infos folgen!Seminarraum ?ENGFortgeschritten
ZeitWorkshopInfoOrtSpracheLevel
9.15-9.30 UhrMorgenplenum
9.30-10.45 UhrSchularbeit und Gegenmacht 1:
Kommunistische Politik in der Schule
Eine proletarische Gegenmacht gegen die bürgerliche Herrschaft aufzubauen, ist eine zentrale Aufgabe für Revolutionär:innen. Diese speist sich jedoch vor allem aus der gesellschaftlichen Stellung, welche Arbeiter:innen im Produktionsprozess einnehmen. Ob und wie sich dieses Konzept auf unsere Schulen und Schüler:innen übertragen lässt, wollen wir in diesem Workshop untersuchen. Kann man von einer Gegenmacht sprechen, obwohl Schüler:innen keine ökonomische Macht gegenüber dem bürgerlichen Staat besitzen? Welche Schritte braucht es, um die Macht der Kapitalist:innen an unseren Schulen praktisch in Frage zu stellen?Seminarraum ?DEAllgemein
Arbeit in der Linkspartei: Wie den revolutionären Kampf in der PDL führen?Die Linke hat sich in den letzten Jahren in ihrer Mitgliedschaft verdoppelt. Während ihr als Oppositionskraft Zehntausende gegen die Regierung beigetreten sind, bleibt sie strategisch auf die Beteiligung an Regierungen in Bund und Ländern ausgerichtet. Diese Frage hängt als Damoklesschwert über allen Konflikten in der Partei, ob bei der Frage von Zionismus und Antizionismus oder der Unterstützung des Infrastruktur- und Aufrüstungspaketes im Bundesrat. Während die Parteibürokratie diesen Konflikt verbissen über Parteitagsbeschlüsse oder Parteiausschlüsse führt, gibt es in der Parteilinken noch kein systematisches Vorgehen. In diesem Workshop wollen wir deshalb die Lage in der Partei kartieren: Wo entstehen innerparteiliche Konflikte? Welche Erfahrungen machen Genoss:innen in Ortsgruppen, Arbeitsgemeinschaften und Bewegungen? Wo liegen Kräfte, Blockaden und offene Kampffelder, die Revolutionär:innen bearbeiten sollten? Speziell nachdem die BAG Palästinasolidarität auf dem Bundesparteitag im Juni etwa ein Drittel der Stimmen gegen den Leitantrag des Vorstands mobilisieren konnte.Seminarraum ?DEAllgemein
ISL 2: Klassenkampf und revolutionäre Organisierung der ISL in KeniaDie Internationale Sozialistische Liga hat etwa vierzig Sektionen auf fünf Kontinenten. Wir sind diesem jungen revolutionären Umgruppierungsprojekt auf Grundlage einer gemeinsamen Übergangsprogrammatik beigetreten. Doch was heißt das konkret in einem Land wie Kenia? Kenia ist ein zentraler Staat Ostafrikas, geprägt von kolonialer Geschichte, neokolonialer Abhängigkeit, Hungerkrisen, IWF-Politik, Polizeirepression und Massenprotesten. Der Permanent Revolutionary Congress, die kenianische Sektion der ISL, stellt dagegen die Frage nach revolutionärer Führung. Wie können Kämpfe gegen hohe Lebensmittelpreise, imperialistische Abhängigkeit und staatliche Gewalt mit dem Kampf für Sozialismus verbunden werden? Welche Rolle spielen Studierende, Gewerkschaften, informelle Siedlungen und soziale Bewegungen? Und wie kann ein revolutionäres Aktionsprogramm aussehen, das auf Klassenkampf und eine sozialistische Föderation Afrikas zielt? Darüber wollen wir mit einer:einem Genoss:in des PRC diskutieren.Seminarraum ?ENGAllgemein
Stalinismus 1: Degeneration der SowjetunionDie russische Revolution 1917 ist der bisher höchste Akt der Menschheitsgeschichte. Sie errichtete die Möglichkeit einer Übergangsgesellschaft, der Sowjetunion. Doch die Abkehr vom Programm des internationalen Sturzes des Kapitalismus, die Durchsetzung des Sowjet-Thermidors und mit ihm die Theorie des Sozialismus in einem Land leiteten den Weg zur Degeneration der Sowjetunion ein. Worin liegen ihre Ursachen? Wie konnte sich eine neue bürokratische Kaste entwickeln und durchsetzen? Und wie standen und stehen Revolutionär:innen zur Sowjetunion? Diesen Fragen möchten wir uns in unserer Workshopreihe zur Geschichte und Praxis des stalinistischen Menschewismus, dem Henker der Revolution, befassen.Seminarraum ?DEAllgemein
11.15-12.30 UhrSchularbeit und Gegenmacht 2
Wie bekämpfen wir antimuslimischen Rassismus und Zionismus an unseren Schulen?
Antipalästinensischer Rassismus ist allgegenwärtig, und zwar nicht nur als staatliche Repressionen auf unseren Straßen oder als Dämonisierungen in bürgerlicher Presse und Talkshows, sondern auch in unseren Schulen: Verbot von Palästina-Fahnen und Kufiyas an Berliner Schulen oder des Hijabs wie in Österreich, direkte rassistische Angriffe auf palästinensische Schüler:Innen, welche aktiv gegen den Genozid sind, und gleichzeitig eine vermeintlich "differenzierte" Betrachtung des "Konflikts" bis hin zu offener Solidarität mit Israel und Schüler:innenaustausch mit dem Apartheidsstaat. All dies ist kein Zufall, wir wollen uns die enge Verbindung von deutschen Schulen und dem Zionismus anschauen und diskutieren, wie wir uns als Schüler:innen dagegen organisieren können.Seminarraum ?DEAllgemein
Arbeit in der Linkspartei: Wie den revolutionären Kampf in der PDL führen?Die Linke hat sich in den letzten Jahren in ihrer Mitgliedschaft verdoppelt. Während ihr als Oppositionskraft Zehntausende gegen die Regierung beigetreten sind, bleibt sie strategisch auf die Beteiligung an Regierungen in Bund und Ländern ausgerichtet. Diese Frage hängt als Damoklesschwert über allen Konflikten in der Partei, ob bei der Frage von Zionismus und Antizionismus oder der Unterstützung des Infrastruktur- und Aufrüstungspaketes im Bundesrat. Während die Parteibürokratie diesen Konflikt verbissen über Parteitagsbeschlüsse oder Parteiausschlüsse führt, gibt es in der Parteilinken noch kein systematisches Vorgehen. In diesem Workshop wollen wir deshalb die Lage in der Partei kartieren: Wo entstehen innerparteiliche Konflikte? Welche Erfahrungen machen Genoss:innen in Ortsgruppen, Arbeitsgemeinschaften und Bewegungen? Wo liegen Kräfte, Blockaden und offene Kampffelder, die Revolutionär:innen bearbeiten sollten? Speziell nachdem die BAG Palästinasolidarität auf dem Bundesparteitag im Juni etwa ein Drittel der Stimmen gegen den Leitantrag des Vorstands mobilisieren konnte.Seminarraum ?DE
Allgemein
ISL 3: Zuspitzung in der FIT-U: Der Kampf um eine Arbeiter:innenparteiArgentinien kann der Ort sein, an dem der Trumpismus fällt. Mit der „Kettensäge“ versucht Präsident Milei, neoliberale Wirtschaftsprogramme und einen sozialen Kahlschlag im Eiltempo durchzusetzen. Doch dagegen regt sich Widerstand. Die Frente de Izquierda y de los Trabajadores – Unidad (FIT-U), ein Bündnis mehrerer trotzkistischer Organisationen, steht angesichts der tiefen politischen und sozialen Krise vor großen Herausforderungen, aber auch Chancen: In den letzten Monaten haben wir in Argentinien Massenproteste und tektonische Plattenverschiebungen auf der politischen Landschaft erlebt. Ein Wahlsieg Mileis, das Auseinanderfallen des Peronismus und die Zunahme der FIT-U in den Umfragen. Das PTS-Mitglied Myriam Bregmann ist in den aktuellen Umfragen die beliebteste Politikerin des Landes. Unsere Schwestersektion, die MST, ist Teil der FIT-U, organisiert Streiks im größten Krankenhaus des Landes und an den Universitäten gegen die Kürzungen. Hunderttausende gehen regelmäßig auf die Straße, doch wie kann die Bewegung zu einer organisierten Kraft gegen die Regierung des Kahlschlags werden? Welche Rolle spielt die Frage des Aufbaus einer Arbeiter:innenpartei dabei? Diesen Fragen stellen sich Genoss:innen der MST bei unserem Camp.Seminarraum ?ENGAllgemein
Stalinismus 2: Regime und Doktrin des StalinismusIn unserem zweiten Workshop der Reihe zum Stalinismus möchten wir uns aufbauend auf der geschichtlichen Einführung in die verratene Revolution mit dem Programm des Stalinismus befassen. Durch seine konterrevolutionäre Festigung in den 1930er Jahren, die Säuberungsaktionen in den eigenen Reihen, die friedliche Koexistenz mit dem imperialistischen Weltsystem, mussten wesentliche Elemente des revolutionären Marxismus, der Methode des Bolschewismus, beseitigt werden. Wie verstand der Revolutionär Leo Trotzki die Entwicklung und wie analysieren wir das stalinistische Regime? In diesem Vortrag widmen wir uns dem Programm des Stalinismus und stellen es der Theorie der permanenten Revolution gegenüber.Seminarraum ?DE
Allgemein
12.30-13.30 UhrPAUSE (etwas kürzer wegen dem freien Nachmittag)
13.30-15.15 UhrSkills: DemotaktikenIn dieser Schiene wollen wir uns gegenseitig praktische Skills des Organisierens beibringen. Ob auf Demonstrationen, beim Schreiben, Reden halten, Erstellen von politischen Videos, das Verkaufen von Zeitungen oder den Tricks und Kniffen der politischen Arbeit an der Uni. Bei unserer Skillschiene ist für alle etwas dabei. Im Anschluss beginnt unser freier Nachmittag mit einem Ausflug zum See in der Nähe, Spielen oder einfach nur einem Nickerchen auf der Wiese.Seminarraum ?DE
Skills: Rhetorik und RedenhaltenIn dieser Schiene wollen wir uns gegenseitig praktische Skills des Organisierens beibringen. Ob auf Demonstrationen, beim Schreiben, Reden halten, Erstellen von politischen Videos, das Verkaufen von Zeitungen oder den Tricks und Kniffen der politischen Arbeit an der Uni. Bei unserer Skillschiene ist für alle etwas dabei. Im Anschluss beginnt unser freier Nachmittag mit einem Ausflug zum See in der Nähe, Spielen oder einfach nur einem Nickerchen auf der Wiese.Seminarraum ?DE
Skills: ArtikelschreibenIn dieser Schiene wollen wir uns gegenseitig praktische Skills des Organisierens beibringen. Ob auf Demonstrationen, beim Schreiben, Reden halten, Erstellen von politischen Videos, das Verkaufen von Zeitungen oder den Tricks und Kniffen der politischen Arbeit an der Uni. Bei unserer Skillschiene ist für alle etwas dabei. Im Anschluss beginnt unser freier Nachmittag mit einem Ausflug zum See in der Nähe, Spielen oder einfach nur einem Nickerchen auf der Wiese.Seminarraum ?DE
Skills: Ansprechen, Organisieren und ZeitungsverkaufIn dieser Schiene wollen wir uns gegenseitig praktische Skills des Organisierens beibringen. Ob auf Demonstrationen, beim Schreiben, Reden halten, Erstellen von politischen Videos, das Verkaufen von Zeitungen oder den Tricks und Kniffen der politischen Arbeit an der Uni. Bei unserer Skillschiene ist für alle etwas dabei. Im Anschluss beginnt unser freier Nachmittag mit einem Ausflug zum See in der Nähe, Spielen oder einfach nur einem Nickerchen auf der Wiese.Seminarraum ?DE
Skills: Videos aufnehmenIn dieser Schiene wollen wir uns gegenseitig praktische Skills des Organisierens beibringen. Ob auf Demonstrationen, beim Schreiben, Reden halten, Erstellen von politischen Videos, das Verkaufen von Zeitungen oder den Tricks und Kniffen der politischen Arbeit an der Uni. Bei unserer Skillschiene ist für alle etwas dabei. Im Anschluss beginnt unser freier Nachmittag mit einem Ausflug zum See in der Nähe, Spielen oder einfach nur einem Nickerchen auf der Wiese.Seminarraum ?DE
Skills: UniarbeitIn dieser Schiene wollen wir uns gegenseitig praktische Skills des Organisierens beibringen. Ob auf Demonstrationen, beim Schreiben, Reden halten, Erstellen von politischen Videos, das Verkaufen von Zeitungen oder den Tricks und Kniffen der politischen Arbeit an der Uni. Bei unserer Skillschiene ist für alle etwas dabei. Im Anschluss beginnt unser freier Nachmittag mit einem Ausflug zum See in der Nähe, Spielen oder einfach nur einem Nickerchen auf der Wiese.Seminarraum ?DE
Ab 15.15 UhrFreier Nachtmittag!
ZeitWorkshopInfoOrtSpracheLevel
9.15-9.30 UhrMorgenplenum
9.30-10.45 UhrIran 1: Iran 1978: Revolution, Konterrevolution und islamistisches RegimeDie Islamische Republik Irans entstand aus der Niederlage der sozialistischen Revolution von 1978. Eine Revolution, die den Schah (Pahlavi-Dynastie) erfolgreich aus dem Land vertrieb, die Armee und die Geheimpolizei zerschlug, doch daran scheiterte, die Revolution zu vollenden, wodurch sich das kapitalistisch-theokratische Regime unter dem Revolutionsführer Ruhollah Chomeini durchsetzen konnte. Die Unterordnung unter die nationale Bourgeoisie und somit unter die Führung Chomeini war der Todesstoß für die sozialistische Linke im Iran. Doch wie genau konnte sich aus der Massenbewegung heraus diese Fraktion durchsetzen? Welche Rolle spielten marxistische Kräfte und welchen Einfluss hatten sie?Seminarraum ?DEAllgemein
Jugend 1: Was ist die Jugend?
Anstatt die Jugend als eine Altersspanne zu sehen, sollte man sie als ein Produkt der kapitalistischen Verwertung verstehen. Denn die Jugend ist eine Phase der Ausbildung, Disziplinierung und Vorbereitung auf die spätere Stellung in der Klassengesellschaft. Proletarische Jugendliche sollen auf die Anforderungen der Produktion vorbereitet werden, während die Jugend der herrschenden Klasse zum Herrschen erzogen wird. Schule, Familie und Staat organisieren diese Phase. Zugleich sieht Jugend international sehr unterschiedlich aus. In den imperialistischen Zentren verlängert sich der Übergang in die Arbeitswelt, während in vielen halbkolonialen Ländern eine lange Ausbildung kaum finanzierbar ist. Was heißt es also, von „der Jugend“ zu sprechen? Welche Unterschiede entstehen durch Klasse, Staat und imperialistisches Weltsystem? Und warum braucht revolutionäre Politik ein eigenes Verständnis der Jugend?Seminarraum ?DE/ENGAllgemein
Linkspartei 1: Kann man den bürgerlichen Staat „rebellisch regieren“?Nicht-Regieren ist auch keine Lösung? In Berlin steht dieses Jahr die Abgeordnetenhauswahl an und die Linke könnte zur stärksten Kraft werden. Die Umfrage, aber nicht nur sie, stellen die Linkspartei vor die Regierungsfrage. Doch kann eine linke Regierungsbeteiligung unter kapitalistischen Bedingungen tatsächlich einen Bruch mit Kürzungspolitik und sozialer Ungleichheit führen oder doch letztlich zur Verwaltung bestehender Verhältnisse? In der Linken gibt es mit der Theorie des „rebellischen Regierens“ den Versuch, altbekannter Kapitulation vor Sachzwängen und Mitverwaltung ein radikales Antlitz zu geben. Im Workshop wollen wir dem eine Kritik widmen, uns aber auch die Frage stellen, unter welchen Bedingungen eine Linke an einer Regierung beteiligen kann und mit welchen Kräften.Seminarraum ?DEAllgemein
Imperialismus 2: Kritik des Sub-Imperialismus
Der Begriff des Sub-Imperialismus versucht zu fassen, dass manche Halbkolonien keine bloßen Marionetten der imperialistischen Zentren sind. Länder wie die Türkei, Brasilien, Indien oder Südafrika können in ihrer Region als Ordnungsmacht auftreten, eigenes Kapital stärken und sich an der Ausbeutung anderer Länder beteiligen. Für Revolutionär:innen folgt daraus: Wir dürfen die expansionistische Politik solcher Staaten nicht als antiimperialistisch verklären. Zugleich liegt genau hier die Gefahr des Begriffs: Wird Sub-Imperialismus zu einer allgemeinen Zwischenkategorie, verschwimmt der grundlegende Widerspruch zwischen imperialistischen Zentren und beherrschten Nationen. Noch problematischer wird es, wenn darunter sowohl regionale Mächte ohne weltpolitisches Durchsetzungspotential als auch imperialistische Newcomer gefasst werden. In diesem Workshop wollen wir diskutieren, was der Begriff erklären kann, wo er in die Irre führt und welche Konsequenzen daraus für den revolutionären Antiimperialismus folgen.Seminarraum ?ENGAllgemein
Grundlagen 3: Was ist der dialektische Materialismus?Die marxistische Philosophie ist keine abstrakte Spielerei, sondern ein Werkzeug, um gesellschaftliche Entwicklungen zu verstehen und politisch einzuordnen. In diesem Workshop führen wir in die Denkweise des Marxismus ein: den dialektischen Materialismus. Dabei klären wir grundsätzliche Fragen: Was sind Widersprüche? Wie treiben sie jegliche Prozesse an? Und warum ist das gerade für revolutionäre Marxist:innen ein unerlässlicher Ansatz? Als zentrales Beispiel betrachten wir hierbei die menschliche Geschichte: den Übergang zwischen verschiedenen Gesellschaftsformationen und die Frage, warum der Sozialismus eine Antwort auf die allgegenwärtigen Widersprüche des Kapitalismus bietet.Seminarraum ?DEEinstieg
11.15-12.30 UhrIran 1: Iran 1978: Revolution, Konterrevolution und islamistisches RegimeDie Islamische Republik Irans entstand aus der Niederlage der sozialistischen Revolution von 1978. Eine Revolution, die den Schah (Pahlavi-Dynastie) erfolgreich aus dem Land vertrieb, die Armee und die Geheimpolizei zerschlug, doch daran scheiterte, die Revolution zu vollenden, wodurch sich das kapitalistisch-theokratische Regime unter dem Revolutionsführer Ruhollah Chomeini durchsetzen konnte. Die Unterordnung unter die nationale Bourgeoisie und somit unter die Führung Chomeini war der Todesstoß für die sozialistische Linke im Iran. Doch wie genau konnte sich aus der Massenbewegung heraus diese Fraktion durchsetzen? Welche Rolle spielten marxistische Kräfte und welchen Einfluss hatten sie?Seminarraum ?DEAllgemein
Jugend 2: Wie und für was kämpft die Jugend?
Jugendliche stehen immer wieder in der ersten Reihe von Kämpfen: gegen Krieg, Rassismus, Bildungsabbau, Arbeitslosigkeit, Polizeigewalt, autoritäre Regierungen und die Angriffe des Kapitals. Auch wenn Jugendliche selbst von den Klassenverhältnissen geprägt sind, in denen sie aufwachsen, sie erleben Unterdrückung oft besonders unmittelbar: in Schule, Uni, Betrieb, Familie, auf der Straße und in den Schützengräben. Dabei haben vergangene Niederlagen, reformistische Routine und das Gefühl, dass sich ohnehin nichts ändern lässt, noch nicht so viel Schaden hinterlassen. Deshalb können Jugendbewegungen enorme Dynamik entfalten. Doch wie wird aus Wut eine Kraft, die gewinnen kann? Welche Rolle spielen Komitees, Streiks, Besetzungen, Jugendorganisationen und die Verbindung zur Arbeiter:innenklasse? Und für welche Forderungen muss die Jugend kämpfen, wenn sie nicht nur ihre Zukunft verteidigen, sondern den Kapitalismus erschüttern will?Seminarraum ?DE/ENGAllgemein
Linkspartei 2: Linke Kommunalpolitik: Mitverwaltung des Elends?Nachdem wir uns im letzten Block mit theoretischen Rechtfertigungen zur Regierungsbeteiligung befasst haben, soll sich dieser Workshop mit der wirklichen Arbeit der Linken an haushalts- und kommunalpolitischen Fragen befassen. Was sind die Fallstricke, wie wollen wir sie bekämpfen oder ist das überhaupt möglich? Welche Auseinandersetzungen in und um die Linke sollten Revolutionär:innen führen? Und was wäre ein revolutionäres kommunalpolitisches Programm?Seminarraum ?DEAllgemein
Imperialismus 3: Klimakrise und Neuaufteilung: Die globale EnergiewirtschaftOb unterbrochene Erdgaspipelines oder eine blockierte Straße von Hormus: In Zeiten des zugespitzten Kampfes um die Neuaufteilung der Welt erkennen wir immer deutlicher, wie abhängig die Weltwirtschaft von globalen Handels- und Warenketten ist und zugleich, welche Bedeutung die territoriale Unabhängigkeit von Energieträgern für Blockkonfrontationen haben. Noch mehr, wie bedeutungslos jedwedes Klimaziel gegenüber der Krisenhaftigkeit des Kapitalismus ist. In diesem Workshop wollen wir uns der ökologischen und geostrategischen Seite des Imperialismus widmen und fragen, welche Bedeutung die Energiewirtschaft in Zeiten von Krieg und Krise hat.Seminarraum ?ENGAllgemein
Grundlagen 4: Wie kommen wir zur kommunistischen Partei?Der Kampf für eine revolutionäre Partei ist die oberste Aufgabe von revolutionären Marxist:innen. Doch warum denn das? Was bedeutet hierbei Partei neuen Typus im Leninschen Sinne? Welche Bedeutung spielt der demokratische Zentralismus in einer solchen Partei und wie verhält sie sich zur internationalen Organisation? Gibt es Aufbaustadien von Parteien oder wachsen sie einfach nur zahlenmäßig und nehmen im Zuge dessen mehr Einfluss auf die Kämpfe der Arbeiter:innenklasse und ihrer Avantgarde? In diesem abschließenden Workshop der Grundlagenschiene möchten wir die entscheidende Frage unserer Zeit beantworten. Wie bei allen Grundlagenworkshops könnt ihr eure Fragen stellen und es ist kein Spezialwissen erforderlich.Seminarraum ?DEEinstieg
12.30-14.30 UhrPAUSE
14.30-16.15 UhrIran 2: Die internationale Linke und der Krieg gegen den IranZur Jahreswende haben wir im Iran Massenproteste gegen Inflation und das Regime erlebt. Proteste, die die Fragilität des Regimes verdeutlichen und die im Blut ertränkt wurden. Die USA und Israel nutzten die Repression im Inneren als Legitimation, um den Iran anzugreifen. Letztendlich wurden Tausende unter den Bomben der imperialistischen Aggression ermordet, während sich der iranische Staat stabilisieren konnte. Wir stehen für die Niederlage der Aggressoren ein, ohne uns dem iranischen Regime politisch unterzuordnen. Der Sieg ist gerechtfertigt, trotz der Theokratie. Doch welchen Charakter hat der Krieg gegen den Iran? Wie verhält sich die politische Linke ihm gegenüber? Diesen Fragen möchten wir uns in diesem Workshop widmen.Seminarraum ?DEAllgemein
Jugend 2: Wie und für was kämpft die Jugend?
Jugendliche stehen immer wieder in der ersten Reihe von Kämpfen: gegen Krieg, Rassismus, Bildungsabbau, Arbeitslosigkeit, Polizeigewalt, autoritäre Regierungen und die Angriffe des Kapitals. Auch wenn Jugendliche selbst von den Klassenverhältnissen geprägt sind, in denen sie aufwachsen, sie erleben Unterdrückung oft besonders unmittelbar: in Schule, Uni, Betrieb, Familie, auf der Straße und in den Schützengräben. Dabei haben vergangene Niederlagen, reformistische Routine und das Gefühl, dass sich ohnehin nichts ändern lässt, noch nicht so viel Schaden hinterlassen. Deshalb können Jugendbewegungen enorme Dynamik entfalten. Doch wie wird aus Wut eine Kraft, die gewinnen kann? Welche Rolle spielen Komitees, Streiks, Besetzungen, Jugendorganisationen und die Verbindung zur Arbeiter:innenklasse? Und für welche Forderungen muss die Jugend kämpfen, wenn sie nicht nur ihre Zukunft verteidigen, sondern den Kapitalismus erschüttern will?Seminarraum ?DE/ENGAllgemein
Linkspartei 3: Neokautskyianismus: Zurück zum Mini-Maxi-Programm?Totgeglaubte leben länger. Mit der Fortexistenz der sozialen Basis des Reformismus, der Arbeiter:innenaristokratie, und der Schwäche des revolutionären Marxismus, drohen Generationen der Arbeiter:innenbewegung stets die politischen Fehler der Vergangenheit auf neuer Stufenleiter zu wiederholen. Damit ist auch die Basis des Zentrismus gelegt, also einer eklektischen, schwankenden Strömung zwischen Reform und Revolution. Ausdruck des deutschen Zentrismus in der frühen SPD war Karl Kautsky, als Cheftheoretiker des Marxismus. Dieser betrachtete beispielsweise das Parlament im Gegensatz zu Lenin nicht als Tribüne des Klassenkampfes, sondern als eine seiner Arenen, als zu demokratisierendes Instrument. Mit der us-amerikanischen DSA, der belgischen Arbeiter:innenpartei, ROOD in den Niederlanden oder auch den kleinen Strömungen in der Linken, wie Licht und Luft, sehen wir, dass die ideologische Kritik am Zentrismus anhand der Tagesfragen des Klassenkampfes aktualisiert werden muss. Diesen Versuch unternehmen wir in diesem Workshop.Seminarraum ?DEAllgemein
Imperialismus 4: Walter Rodney: Wie Europa Afrika unterentwickelteWalter Rodneys Wie Europa Afrika unterentwickelte zählt zu den wichtigsten Werken der antikolonialen politischen Ökonomie. In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit Rodneys Analyse der historischen Rolle von Sklaverei, Kolonialismus und Imperialismus bei der Herausbildung des globalen Kapitalismus. Rodney zeigt, dass die sogenannte „Unterentwicklung“ Afrikas kein historischer Zufall oder geografisches Schicksal ist, sondern das Ergebnis systematischer Ausbeutung durch die kapitalistischen Zentren Europas. Gleichzeitig erklärt er, warum Rassismus nicht die Ursache, sondern ein Werkzeug ökonomischer Herrschaft ist. Gemeinsam wollen wir zentrale Thesen des Buches diskutieren und ihre Bedeutung für die heutige globale Ungleichheit, imperialistische Abhängigkeiten und das Verständnis von Rassismus im Kapitalismus herausarbeiten.Seminarraum ?ENGAllgemein
Stalinismus 3: 70 Jahre ungarische RevolutionVor 70 Jahren fand die ungarische Revolution (Ungarischer Volksaufstand) im Oktober 1956 statt. Sie stand im Kontext der sogenannten Entstalinisierung unter Chruschtschow und kämpfte für politische Reformen in den Sowjetrepubliken, wie die Stärkung von Rechten nationaler Unabhängigkeit und andere demokratische Rechte, wie Meinungs-, Presse- und Versammlungsrechte, aber auch das Streikrecht. Getragen durch Arbeiter:innenräte zeigte die ungarische Revolution die Möglichkeit, aber auch Notwendigkeit der politischen Revolution in der Sowjetunion auf. Letztendlich öffnete sich der Scheideweg: Volle Durchsetzung des Programms des Sozialismus oder die Gefahr der konterrevolutionären Restauration.Seminarraum ?DEAllgemein
16.15-16.45 UhrPAUSE
16.45-18.30 UhrIran 3: Ein Programm für die permanente Revolution im Iran! Die iranische Revolution lebt fort! Im letzten Jahrzehnt haben wir im Iran Aufstände und Streiks erlebt, die zeigen: Die iranische Revolution ist keine vergangene Frage, sondern eine der brennendsten der Gegenwart. Die Erfahrungen von Revolution und Konterrevolution, von Krieg und Bürger:innenkrieg zeigen deutlich, dass die Führungskrise der Arbeiter:innenbewegung gelöst werden muss, um die Frage des Sturzes des Regimes mit dem Kampf gegen die imperialistische Aggression zu verbinden. Der Workshop versucht ein Programm für die permanente Revolution im Iran zu entwickeln.Seminarraum ?DEAllgemein
Jugend 3: Trotzkist:innen und die Jugend
Große revolutionäre Jugendorganisationen wie die Kommunistische Jugendinternationale hat es in der trotzkistischen Tradition nie gegeben. Trotzdem wurde immer wieder darüber gestritten, welche Rolle Jugendliche in Revolution, Partei und Klassenkampf spielen sollen. Sind sie nur Nachwuchs der Partei oder ein eigenständiger Motor revolutionärer Zuspitzungen? In diesem Workshop wollen wir uns anschauen, welche Antworten Trotzkist:innen seit der Gründung der Vierten Internationale auf diese Fragen gegeben haben. Dabei geht es auch um Fehler anderer trotzkistischer Organisationen: um Anpassung an Reformismus, falsche Vorstellungen von Jugendbewegungen oder fehlende eigenständige Jugendarbeit. Im Zentrum steht aber die Frage, was wir daraus für unsere eigene Position ableiten: Wie kann revolutionäre Jugendarbeit unabhängig, internationalistisch und zugleich fest mit dem Kampf der Arbeiter:innenklasse verbunden sein?Seminarraum ?DE/ENGAllgemein
Linkspartei 4: Mit welchem Programm organisieren wir die Linken in der Linken?Bis heute hat sich in der Linken keine entschlossene revolutionäre Fraktion gebildet, die einen systematischen Kampf gegen die Politik der Klassenversöhnung in der Partei führt. Um die Linke nicht nur als linkes Feigenblatt parlamentarischer Strategie wirken zu lassen, brauchen Revolutionär:innen eine klare Orientierung: auf Klassenkampf, Antimilitarismus, internationale Solidarität und den Bruch mit Regierungsillusionen. In diesem Workshop wollen wir deshalb die Fallstricke und vergangenen Anstrengungen von Linken in der Linken (LidL) diskutieren, aber auch die aktuellen Debatten rund um den Aufbau von LidL. Welches Programm brauchen wir? Was sollten Revolutionär:innen in einer solchen Fraktion, in der Partei und in aktuellen Kampffeldern tun? Und wie kann der Kampf in der Partei mit dem Aufbau einer revolutionären Organisation verbunden werden? Der Workshop soll auch eine Zusammenführung der drei vorherigen Diskussionen sein.Seminarraum ?DEAllgemein
Imperialismus 5: Panafrikanismus: Geschichte, Gegenwart und CharakterIm Kampf für die Unabhängigkeit des afrikanischen Kontinents finden sich unter dem Begriff des Panafrikanismus verschiedene oppositionelle nationalistische Strömungen wie Du Bois, Marcus Garvey, Nasser oder al-Gaddafi. Auch wenn es sich um antiimperialistische Strömungen handelt, so verschleiern sie doch die Klassenfrage und sind Ausdruck von bürgerlichem Nationalismus. Marxistische Theoretiker:innen wie C. L. R. James haben versucht, sie mit der marxistischen Klassenanalyse zu verbinden. Der Workshop gibt einen Einblick in die Geschichte, die Gegenwart und den Charakter des Panafrikanismus und warum wir ihn als Marxist:innen ablehnen, aber auch welche Denkanstöße er uns bieten kann.Seminarraum ?ENGAllgemein
Stalinismus 4: Zusammenbruch und Restauration des KapitalismusFür Trotzki war die Sowjetunion schon kurz nach ihrer Entstehung ein degenerierter Arbeiter:innenstaat, der letztendlich in einem Zwischenstadium zwischen Herrschaft des Proletariats und der Bourgeoisie verhaftet war, mit einer bürokratischen Kaste an dessen Spitze. Eine Kaste, die international als Bonapartismus agierte und bestehende Errungenschaften vor der kapitalistischen Restauration im Äußeren schützte, während sie nach Innen ihre Vormachtstellung aufrechterhielt und die Arbeiter:innenklasse vor dem Ergreifen der politischen Macht abhielt. Ein Widerspruch, der zu einer Seite hin aufgelöst werden musste und wurde. Doch wie brach die Sowjetunion zusammen, wie konnte sich der Kapitalismus auf einem Sechstel des Erdballs restaurieren? Welche Rolle spielte der Stalinismus darin? Und wie verhielten sich verschiedene Strömungen des Trotzkismus zu diesem weltpolitischen Wendepunkt?Seminarraum ?DEAllgemein
18.30-19.30 UhrPAUSE
19.30-21.00 UhrAntimilitaristisches Jugendpodium Zehntausende Schüler:innen sind gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland auf die Straße gegangen. Das zeigt: Die Militarisierung der Jugend trifft auf Widerstand. Doch die Frage ist, wie aus Schulstreiks eine Bewegung werden kann, die den Militarismus wirklich herausfordert. Denn die Bundeswehr steht längst nicht nur vor Kasernen, sondern wirbt an Schulen, in Arbeitsagenturen, auf Bildschirmen und Berufsmessen. Während in Berlin die erste Waffenfabrik seit dem Zweiten Weltkrieg entsteht und allein das Vorbeigehen an ihr kriminalisiert wird. Der Staat bereitet Jugendliche darauf vor, für die Interessen des deutschen Imperialismus verheizt zu werden. Dem müssen wir mehr entgegensetzen als moralische Empörung oder individuelle Kriegsdienstverweigerung. Es braucht Streikkomitees an Schulen, Vollversammlungen, Aktionen gegen Bundeswehrpropaganda und die Verbindung zur Arbeiter:innenklasse und ihren Gewerkschaften. Zugleich stellt sich die Frage, welche Rolle große linke Jugendorganisationen wie die Linksjugend spielen können. Welche Forderungen, welche Strukturen und welche Strategie braucht eine antimilitaristische Jugendbewegung? Darüber wollen wir mit eingeladenen Genoss:innen diskutieren.Seminarraum ?DE/ENGAllgemein
PalästinapodiumDie Palästinabewegung hat weltweit Millionen gegen Genozid, Besatzung und die Komplizenschaft der imperialistischen Staaten auf die Straße gebracht. Auch in Deutschland hat sie trotz massiver Repression, rassistischer Hetze und der Gleichsetzung von Antizionismus und Antisemitismus nicht aufgehört, Widerstand zu leisten. Doch zugleich steht die Bewegung vor strategischen Fragen: Wie kann aus moralischer Empörung und regelmäßigen Protesten eine Kraft werden, die Regierungen, Universitäten, Rüstungskonzerne und Gewerkschaften wirklich unter Druck setzt? Wie können breite Einheitsfronten aufgebaut werden, ohne revolutionäre Positionen zur Einstaatenlösung, zum Rückkehrrecht und zur permanenten Revolution zu verwischen? Welche Rolle spielen direkte Aktionen, Boykottkampagnen, Arbeiter:innenaktionen und internationale Koordination? Auf diesem Podium wollen wir mit eingeladenen Genoss:innen den Stand der Bewegung bilanzieren und diskutieren, wie der Kampf für ein freies, säkulares und sozialistisches Palästina weitergeführt werden kann.Seminarraum?DE/ENGAllgemein
ZeitWorkshopInfoOrtSpracheLevel
9.15-9.30 UhrMorgenplenum
9.30-12.30 UhrAntimilitarismus 1: Krieg, Kriegstaktikten und proletarische MilitärpolitikSchiene 1 Antimilitarismus: Die Kriegsfrage ist hochaktuell. Der deutsche Kanzler Friedrich Merz sagte im Herbst letzten Jahres „Wir sind nicht im Krieg, aber wir sind auch nicht mehr im Frieden“. Doch die regionalen Kriege mit weltumspannender Wirkung nehmen zu und jeder Neue hat das Potential, zu einem globalen Krieg zu werden. In dieser ganztägigen Workshopschiene wollen wir uns mit verschiedensten Aspekten des Krieges befassen. Beginnend mit einem historisch und methodischen Teil zu Krieg und Kapitalismus, aber auch des revolutionär marxistischen Widerstands gegen Krieg und im Militär. Wie verhalten sich Revolutionär:innen zu verschiedenen Kriegen und gibt es berechtigte Kriege? Im zweiten Teil wollen wir uns mit der aktuellen Bewegung gegen den Krieg befassen, allen voran mit den Schulstreiks gegen die Wehrpflicht. Eine Bewegung, die eine Stimmung unter Jugendlichen ausdrückt. Doch wie stehen wir zur Frage der Verweigerung? Welchen Charakter hat die Bundeswehr im Augenblick von Kampf um die Neuaufteilung der Welt und Wettrüsten? Sind wir Pazifist:innen? Um uns dann im abschließenden Teil mit Ansätzen antimilitaristischer Arbeit in der Klasse und im Militär zu befassen. Die Schlüsselfrage ist dabei immer: Wie können wir eine Bewegung aufbauen, die den Hauptfeind nicht im Schützengraben gegenüber, sondern in der eigenen herrschenden Klasse sieht? Und weiter noch: Wie können wir den Krieg in einen Klassenkrieg umwandeln?
Seminarraum ?DEEinstieg
Palästina 1: Geschichte und Gegenwart des BefreiungskampfesSchiene 2 Palästina: Es begann nicht am 7. Oktober. Die Geschichte Palästinas ist eine von Jahrzehntelangem Widerstand gegen koloniale Unterdrückung und Apartheid. Von Beginn an war das zionistische Projekt auf Vertreibung der Palästinenser:innen aufgebaut. In dieser Workshopschiene möchten wir uns ganztägig mit der Frage der Befreiung Palästinas befassen. Doch Widerstand gegen den Zionismus wird in Israel und auch hierzulande kriminalisiert. Selbst die Führung der Linken stellt sich gegen Antizionismus. Doch was ist die Geschichte Palästinas und des Kampfes um Befreiung? Was sind Zionismus und Antizionismus? Im zweiten Block wollen wir uns tiefgründiger mit dem Konzept des Siedler:innenkolonialismus befassen und die Geschichte der Gründung und Fortexistenz Israels als siedlerkolonialistisches Projekt diskutieren. Um dann im letzten Abschnitt über die Fragen des Programms der Befreiung zu sprechen. Wo steht die internationale Solidaritätsbewegung? Was für Lehren können wir aus Initiativen wie der Global Sumud Flotilla ziehen? Wie stehen wir zu bürgerlichen und nationalistischen Kräften, die den Kampf mitführen und teilweise anführen? Und was bedeutet der Kampf für das Programm der permanenten Revolution und die sozialistische Föderation Westasiens in diesem Zusammenhang?
Seminarraum ?DEAllgemein
Arbeiter:innenklasse in Deutschland 1 + 2: Deindustrialisierung Europas? + Der aufhaltsame Vormarsch der AfD unter Industriearbeiter:innenSchiene 3 Arbeiter:innenklasse in Deutschland: Deutschland steckt in einer strukturellen Krise. Fast täglich hören wir von neuen drohenden Entlassungswellen. Der deutsche Imperialismus ist vom Exportweltmeister zur Stagnation gedrängt, geschwächt von der Blockkonfrontation. In dieser ganztägigen Workshopschiene möchten wir uns mit zentralen Fragen des deutschen Imperialismus befassen. Doch, wohin entwickelt sich Europa und Deutschland? Die Krise und die Politik der Gewerkschaften gleichen auch einem Erdbeben in der Arbeiter:innenbewegung. So ist die AfD in den Umfragen die zweitstärkste Kraft unter Industriearbeiter:innen, eine Stimmung, die sich auch organisch zu festigen droht, denn 2026 finden in vielen Konzernen Betriebsratswahlen statt. Wie sieht die Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit der AfD aus, wie kämpft der DGB dagegen an und was ist unsere Perspektive? Danach widmen wir uns der Krise der Reproduktion im dritten Block. Im Kapitalismus wird das Gros der Reproduktionskosten den Klassen selbst überlassen, was im Zuge alternder Gesellschaften und des sozialen Kahlschlags im Gesundheitswesen zu strukturellen Krisen führt. Doch wie analysieren wir als Marxist:innen die Reproduktionsarbeit und wie entwickelt sich ihr Anteil im Verhältnis zur produktiven Arbeit in Zeiten strukturellen Wandels? Im letzten Block wollen wir uns dann mit der demografischen Entwicklung Deutschlands und der drohenden Rentenreform der schwarz-roten Regierung befassen. Arbeiten bis zum Umfallen? Privatisierung der Rentenversicherung? Was bedeutet das für die Arbeiter:innenbewegung und Gewerkschaften?
Seminarraum ?DEAllgemein
Neuaufteilung der Welt 1: Die USA und der Kampf um die "westliche Hemisphäre"Schiene 4 Neuaufteilung der Welt: In dieser ganztägigen Workshopschiene möchten wir uns dem Kampf um die Neuaufteilung der Welt widmen. Der Antagonismus zwischen dem chinesischen und US-amerikanischen Imperialismus durchzieht die politisch-ökonomischen Fragen unserer Zeit. Mit der zweiten Trump-Administration zeigt sich deutlich die Rückkehr zur Hinterhofpolitik. Unter dem Schlagwort der Dunroe-Doktrin rechtfertigt der US-Imperialismus Gebiets- und Machtansprüche auf den beiden Amerikas, ob in Grönland oder Kuba. Doch wie steht der US-Imperialismus da und was ist die strategische Orientierung dahinter? Im zweiten und dritten Block wollen wir uns mit Konfliktherden auseinandersetzen. In Zeiten zugespitzter Konfrontationen sind es oftmals Regionalmächte, die versuchen, ihren Spielraum auszuweiten, so auch Pakistan. Anfang des Jahres entbrannten militärische Konflikte mit Afghanistan, im vergangenen Jahr mit Indien. Das Land geht von einem ausgerufenen Kriegszustand in den anderen. Unsere Genoss:innen von RSM werden über den Klassenkampf und die Aufgaben von Revolutionär:innen in Pakistan berichten. Im letzten Block soll der Krieg um die Ukraine in den Blick genommen werden. Von Trump immer mehr zum Spielball auf dem weltpolitischen Tisch gemacht, kämpft die Ukraine seit mehr als vier Jahren einen berechtigten Krieg gegen die russische Besatzung, der zugleich von den Imperialist:innen als Rechtfertigung zum Wettrüsten genutzt wird. Doch wie analysieren wir die Lage in der Ukraine und welche Aufgaben folgen daraus?
Seminarraum ?ENGAllgemein
Marx21 und der CliffismusMarx21 oder mit Kampagnen und Netzwerken zum Sozialismus? Vor etwa drei Jahren gab es in der größten trotzkistischen Organisation Deutschlands eine Spaltung in drei Lager. Mit Marx21 haben wir es mit der größten und opportunistischsten Abspaltung zu tun. Eine Organisation, die sich zwar nicht mehr aktiv auf ihren Ursprung im Cliffismus bezieht, aber noch weiter davon politisch durchzogen ist. Marx21 konnte nun im Zuge des Anwachsens der Linkspartei wieder an Fahrt aufnehmen und zugleich stellt sie eine linke Flankendeckung für den Parteiapparat dar. In diesem Workshop wollen wir den Cliffsmus als Strömung des Trotzkismus einer Kritik unterziehen, um uns dann auf die Besonderheiten von Marx21 zu fokussieren.Seminarraum ?DEAllgemein
14.30-16.15 UhrAntimilitarismus 2: Schulstreikbewegung: Kritik an Verweigerung und PazifismusSeminarraum ?DEEinstieg
Palästina 2: Was ist Siedlerkolonialismus?Seminarraum ?DE/ENGAllgemein
Arbeiter:innenklasse in Deutschland 3: Die Krise der sozialen ReproduktionSeminarraum ?DEAllgemein
Neuaufteilung der Welt 2: Pakistan zwischen Kriegskurs und KlassenkämpfenSeminarraum ?ENGAllgemein
16.45-18.30 UhrAntimilitarismus 3: Revolutionäre Arbeit in der ArmeeSeminarraum ?DEEinstieg
Palästina 3: Strategie und Taktik im internationalen Befreiungskampf Palästinas Seminarraum ?DEAllgemein
Arbeiter:innenklasse in Deutschland 4: Rente und Alter im KapitalismusSeminarraum ?DEAllgemein
Neuaufteilung der Welt 3: Ukraine: Imperialismus, nationale Selbstbestimmung und eine revolutionäre LösungSeminarraum ?ENGAllgemein
19.30-21.00 UhrAbschlussplenum: Wie kommen wir zu einer neuen Internationale?Die Krise des Kapitalismus ist international, die Führungskrise der Arbeiter:innenbewegung ist es auch. Reformistische Apparate verwalten Niederlagen, passen sich dem Rechtsruck an oder ordnen sich den imperialistischen Spielregeln unter. Zugleich bleibt die revolutionäre Linke zersplittert, oft gefangen in sektiererischer Selbstbehauptung der eigenen Tradition. Unser Beitritt zur Internationalen Sozialistischen Liga ist deshalb Teil einer strategischen Neuordnung: die internationale Umgruppierung von Revolutionär:innen auf programmatischer Grundlage, mit gemeinsamer Praxis und demokratischem Zentralismus. Doch was heißt das konkret? Wie können Organisationen mit verschiedenen Traditionen eine neue gemeinsame revolutionäre Tradition aufbauen, ohne Differenzen zu verwischen oder in bloße Addition bestehender Gruppen zu verfallen? Welche Rolle spielen gemeinsame Einschätzungen zu den zentralen Fragen des Klassenkampfes, von Palästina über die Ukraine bis zur Einschätzung alter und neuer Imperialismen? Im Abschlussplenum wollen wir diese Fragen gemeinsam mit Genoss:innen anderer Sektionen diskutieren.Seminarraum ?DE/ENGAllgemein
Ab 21.00 UhrParty!
ZeitWorkshopInfoOrtSpracheLevel
9.15-9.30 UhrMorgenplenum
9.30-10.00 UhrZimmer leeren und säubern
10.00-12.30 Uhr„Rote Gruppen“ in Deutschland: Zwischen Volksfront und linkem RadikalismusErleben wir hierzulande ein Revival des Stalinismus? Aus der Krise des Postautonomismus heraus sind in den letzten Jahren die sogenannten roten Gruppen wie Pilze aus dem Boden geschossen und zwar als neue linksradikale Formen eines Stalinismus der dritten Periode. Diese Kräfte, die sich oft auf das Maximalprogramm und Stadtteilarbeit beschränken, stellen für einige sich radikalisierende Jugendliche einen Attraktionspunkt dar, da sie sich weniger in den Alltagstrott des Kampfes gegen die bürgerliche Führung in der Arbeiter:innenbewegung beziehen, sondern eher als Mini-Massenparteien im Hier und Jetzt agieren, deren Reichweite im Zuge graduellen Wachstums zunehmen soll. Als hätte Lenin diese Kräfte bereits vor mehr als hundert Jahren gekannt und adressiert, wollen wir uns mit dieser Form des linken Radikalismus befassen, sei es in dessen hoxaistischen, maoistischen oder klassisch stalinistischen Gewand.Seminarraum ?DEAllgemein
Geschichte: Die Linke Opposition in der Sowjetunion Im Widerstand gegen den Aufstieg einer Sowjet-Bürokratie in der KPdSU und der Sowjetunion bildete sich im April 1926 die Linke Opposition. Sie kämpften gegen die Demontage der Errungenschaften der Oktoberrevolution und die Rückentwicklung zum Programm der alten Sozialdemokratie der Zweiten Internationale im Gewand der Komintern. Sie war Ausdruck des Widerstands des Linkskommunismus in den Reihen der Bolschewiki. Doch was waren ihr Programm, ihre politischen Schwächen und Fehler? Denn 100 Jahre später müssen wir eingestehen, dass sie die Degeneration der Sowjetunion und in ihrem Schlepptau der Kommunistischen Internationale nicht verhindern konnten. Auch nur ein Teil von ihr blieb dem Kampf für eine Internationale Linke Opposition und schlussendlich dem Aufbau einer neuen, vierten Internationalen erhalten.Seminarraum ?ENGAllgemein
Programm von REVOLUTION: Für ein revolutionäres Programm der Jugend!Revolution braucht Programm, aber auch REVO braucht ein neues! Die internationale kommunistische Jugendorganisation REVOLUTION diskutiert aktuell einen neuen Entwurf ihres Programms. Welche Einschätzung haben wir zur Lage der Jugend in Deutschland und Österreich, aber auch international? Welche Ideologien wirken auf die Jugend? Wie kann der Kampf für eine Jugendinternationale mit dem Aufbau einer Weltpartei der sozialistischen Revolution verbunden werden? Und welche Aktualisierungen brauchen wir seit unserem letzten Programm? Diese und weitere Fragen werden wir uns bei der Vorstellung unseres neuen Programms stellen und mit euch beantworten.Seminarraum ?DEAllgemein
Ab 12.30 UhrGemeinsames Aufräumen
ZeitWorkshopInfoOrtSpracheLevel
13.00 Uhr Registrierung
15.00-15.30 UhrEröffnungsplenumSeminarraum ?DE/ENGAllgemein
16.00-18.30 UhrImperialismus 1: Imperialismustheorie, leicht erklärtDer Imperialismus ist das höchste und letzte Stadium des Kapitalismus. Unter dieser These veröffentlichte Lenin seine Analyse der Entwicklung des Kapitalismus 1916. In diesem Einführungsworkshop wollen wir zeigen: Was sind Elemente der Leninschen Imperialismustheorie? Warum handelt es sich nicht um eine reine Politik, sondern um ein Weltsystem, in dem die Welt in unterdrückende und unterdrückte Nationen vollständig unterteilt ist? Warum spricht man hier auch vom monopolistischen Kapitalismus und was ist eigentlich ein Monopol? Was bedeutet die Imperialismustheorie für die Frage der sozialistischen Revolution? Was bedeutet ein Verständnis von Imperialismus für uns heute?Seminarraum ?DEAllgemein
Ökonomie der Krise 1: Wohin steuert die Weltwirtschaft?Handelskriege, Aufrüstung, geopolitische Konflikte und anhaltende wirtschaftliche Stagnation prägen die Weltlage. Doch sind diese Entwicklungen nur das Ergebnis politischer Entscheidungen oder Ausdruck tiefer liegender Widersprüche des kapitalistischen Systems? Der Workshop untersucht die aktuellen Krisentendenzen der Weltwirtschaft und geht den Ursachen von Überakkumulation, sinkenden Profitraten, Verschuldung, Inflation sowie der verschärften Konkurrenz zwischen den Großmächten nach. Zudem wird die Verbindung von wirtschaftlicher Krise, autoritären Entwicklungen und internationalen Konflikten diskutiert.
Ein kurzer Exkurs widmet sich der Entwicklung Chinas und seiner Rolle in der Weltwirtschaft. Welche Bedeutung hat sowohl der wirtschaftliche Aufstieg als auch das abkühlende Wirtschaftswachstum Chinas für die globale Konkurrenz der Großmächte und die zukünftige Entwicklung des kapitalistischen Weltsystems?
Seminarraum ?ENGFortgeschritten
ISL 1: Programm und Politik der Internationalen Sozialistischen Liga (ISL/LIS)Auf ihrem dritten Weltkongress im Dezember 2025 hat die Internationale Sozialistische Liga ein neues Programm beschlossen. Auf Basis dessen sowie mehrmonatiger Debatten und gemeinsamer Interventionen sind wir als Sektionen der ehemaligen Liga für die fünfte Internationale der ISL-LIS beigetreten. Doch was ist die Basis dieses Programms, wie kann es eine Anleitung zum Handeln und das Fundament eines gemeinsamen demokratischen Zentralismus sein? Wie wollen wir damit in die Führungskrise der Arbeiter:innenbewegung eingreifen? Und worum geht es in unserem neuen Programm überhaupt? In diesem Workshop wollen wir in die methodisch-programmatische Basis unserer internationalen Organisation einführen.Seminarraum ?DEAllgemein
Grundlagen 1 + 2: Was bedeutet eigentlich Klassenkampf? + Wie funktioniert die kapitalistische Ökonomie?„Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaften ist die Geschichte von Klassenkämpfen“ (Kommunistisches Manifest, Kapitel 1). Der Kapitalismus hat die Klassengegensätze ihrer mystischen Schleier entrissen und die nackte Ausbeutung hervorgebracht. Damit hat er zugleich seine Produktionsverhältnisse verallgemeinert, als auch eine Klasse – das Proletariat – hervorgebracht, das fähig ist, die Klassengesellschaften auf den Scheiterhaufen der Geschichte zu verbannen. Doch was heißt Klassenkampf und wieso halten wir diesen für die gesellschaftliche Triebkraft für Veränderungen? Wieso stellen wir uns bedingungslos auf die Seite der Arbeiter:innenklasse? Und was sind überhaupt Klassen und warum wird deren heutige Existenz so vehement geleugnet?Seminarraum ?DEEinstieg
19.30 - 21.00 UhrKennenlernen / Vorstellung der organisierenden Gruppen